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  <title>Unterwegs in Sachen Ethik, Sinn und Wert</title>
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  <pubDate>Thu, 01 Jan 2009 23:08:35 GMT</pubDate>
  <title>Führen bedeutet Dienen - Gedanken zum Dien-mut im Führungsprozess</title>
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  <description>&lt;span style=&quot;font-size: larger;&quot;&gt;F&amp;uuml;hren bedeutet Dienen - Gedanken zum Dien-mut (Demut, althdt. diomuoti = Mut zum Dienen) im F&amp;uuml;hrungsprozess. Sinn und Werte f&amp;uuml;r F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-size: smaller;&quot;&gt;(Auszug aus dem Vortrag von Dr. phil. Bernhard A. Grimm auf dem Logotherapie - Fachkongress &amp;quot;Sozialethische Dimensionen in der Wirtschaft. Werteorientierung und Sinnsuche in der Wirtschaft im Geiste der Logotherapie nach Viktor Frankl&amp;quot; am 7.6.2008 im Kulturzentrum F&amp;uuml;rstenfeld in F&amp;uuml;rstenfeldbruck bei M&amp;uuml;nchen.) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer sich selbst zur Hauptsache geworden ist, findet aus der Angst um sich selbst nicht mehr heraus. Das ist eine Form von Egomanie, der viele Manager anheimfallen, wenn sie auf der Karriereleiter Erfolg haben. Zu diesem egomanischen Verhalten geh&amp;ouml;rt die v&amp;ouml;llige Immunit&amp;auml;t gegen&amp;uuml;ber Selbstzweifeln und fremder Kritik.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egomanie ist im Prinzip die Abwehr jeglicher Einsicht in die eigene Zwiesp&amp;auml;ltigkeit, Konflikthaftigkeit und Begrenztheit durch Selbst&amp;uuml;bersch&amp;auml;tzung und Bem&amp;auml;chtigungsgehabe. Sieger-Mentalit&amp;auml;t, Karriere-Besessenheit und Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enphantasien sind in der Regel Eigenschaften, die narzisstisch gest&amp;ouml;rte Pers&amp;ouml;nlichkeiten den Weg in die Schaltzentralen der Macht ebnen, in der irrigen Meinung, wahre Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e sei nur dort vorhanden, wo man st&amp;auml;ndig herausschreit, dass sie dies sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es f&amp;auml;llt mir schwer, hier den ethisch orientierten Menschen zu finden als einen, der sittliche Werte sieht und erkennt und als handlungsleitende Prinzipien internalisiert, sie also zu verwirklichen sich bem&amp;uuml;ht. Und wenn dies, n&amp;auml;mlich Gutes zu tun, leicht von der Hand geht und nicht gleich ein riesiges Entscheidungsdrama oder ein Staatsakt wird, dann sprechen wir von Tugend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich Ethik als Tugendlehre propagiere, sto&amp;szlig;e ich vielleicht rasch auf Missverst&amp;auml;ndnisse, Vorurteile und Ablehnung, da man gerne tugendhafte Menschen als weich und weltfremd, als fr&amp;ouml;mmelnd und verstaubt abwertet. Das mag durchaus daran liegen, dass man Tugendlehre zumeist im religi&amp;ouml;sen Leben, im asketisch-monastischen Bereich und vornehmlich im Scho&amp;szlig;e der Kirche beheimatet wissen will. Das ist zweifellos einseitig und falsch, aber, wie dem auch sei, sowohl im modernen Ethikdiskurs als auch in der Psychologie von heute wird ein ganz ger&amp;uuml;ttelt Ma&amp;szlig; an Wert gelegt auf stabile Einstellungen und Orientierungen, die ihren Ursprung in dem haben, was wird Tugend nennen als eine psychische oder psychosoziale Disposition, die uns zu einem Handeln gem&amp;auml;&amp;szlig; den ethischen Grunds&amp;auml;tzen und Imperativen geneigt macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sittliche Tugenden zu erwerben ist eine Grundfrage und ein Grundanliegen der Ethik, und wer ethisch verantwortet f&amp;uuml;hren will, kann es nicht darauf ankommen lassen, im hektisch-brutalen Alltagsgesch&amp;auml;ft des F&amp;uuml;hrungsprozesses immer erst m&amp;uuml;hsam unter Erw&amp;auml;gung und Abkl&amp;auml;rung aller Pros und Kontras und der Sympathie- und Antipathiefelder sich immer wieder neu eine sittliche und menschliche Entscheidung abzuringen, ja geradezu abzuw&amp;uuml;rgen. Nach klassischer Version und Definition ist Tugend eine Leichtigkeit, die man erworben hat, um gut zu handeln - diese Geneigtheit jedoch, sittlich gut handeln zu wollen und zu k&amp;ouml;nnen, ist nicht urspr&amp;uuml;nglich frei verf&amp;uuml;gbarer Besitz eines jeden Menschen, sondern muss erlernt, erworben und einge&amp;uuml;bt werden. Tugenderwerb ist f&amp;uuml;rwahr Pers&amp;ouml;nlichkeitsbildung! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tugend, auch die der Demut und Bescheidenheit, ist zun&amp;auml;chst zu begreifen als Tauglichkeit und Fertigkeit zu werthaftem Verhalten. Man darf hier nicht die griechische Herkunft der abendl&amp;auml;ndischen Tugendlehre ignorieren, und die antike &amp;quot;aret&amp;eacute;&amp;quot; - lt. virtus - meint zun&amp;auml;chst die F&amp;auml;higkeit und das Verm&amp;ouml;gen, eine bestimmte Leistung zu vollbringen, die als werthaltig gilt und in deren Verwirklichung die Wesenserf&amp;uuml;llung des handelnden Subjekts liegt. So liegt die Tugend eines Pferdes in seiner St&amp;auml;rke und Schnelligkeit, die eines Messers in seiner Sch&amp;auml;rfe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits unter Sokrates und dann in der Schule Platons setzt eine Vergeistigung und Verinnerlichung des Tugendbegriffs ein, so dass Tugend nunmehr zu einer Eigenschaft des inneren Menschen, des Charakters und der Gesinnung, des geistigen Habitus wird, der final auf die Realisierung von Werten gerichtet ist, beispielsweise der Tapferkeit und Selbstbeherrschung, der Weisheit und Gerechtigkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vornehmlich Aristoteles verdanken wir eine auch heute noch brauchbare Tugendlehre, und nach ihm haben wir alle die nat&amp;uuml;rliche Anlage zum vollkommenen Menschseins in uns, aber wir m&amp;uuml;ssen etwas tun, dass sie nicht versch&amp;uuml;ttet und verkehrt wird. Bei dieser Anlage handelt es sich einerseits um verstandesm&amp;auml;&amp;szlig;ige F&amp;auml;higkeiten wie Intelligenz, schnelle Auffassungsgabe, logisches Denken und auch Weisheit, andererseits aber um charakterliche Vorz&amp;uuml;ge. Beides nun muss in einem fortw&amp;auml;hrenden Prozess des Lernens, Erziehens und &amp;Uuml;bens erst zu Entfaltung gebracht werden. Nur wenn dieser Prozess gelingt, kommt die gute Basisanlage zur Entfaltung, dann entwickelt sich aus Person eine sittliche Pers&amp;ouml;nlichkeit, dann erwerben wir das, was Aristoteles mit dem Zentralbegriff der Tugend bezeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tugenden erwerben, das hei&amp;szlig;t dann f&amp;uuml;r Aristoteles, jenes so vollkommen wie m&amp;ouml;glich auszubilden, was urspr&amp;uuml;nglich in uns als Anlage ist und durch Entwicklung, Entfaltung, &amp;Uuml;bung und Gew&amp;ouml;hnung uns zum wahren Menschsein bef&amp;auml;higt. Tugenden erwerben wir, indem wir uns daran gew&amp;ouml;hnen, auf eine bestimmte Weise mit all dem, was uns passiert und widerf&amp;auml;hrt, und mit all unseren eigenen Gef&amp;uuml;hlen, unserem Wollen und unseren Bestrebungen und Antrieben umzugehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit anderen Worten pr&amp;auml;zisiert:&lt;br /&gt;Sittliche Tugend bedarf der Gew&amp;ouml;hnung und sie verleiht unserer Pers&amp;ouml;nlichkeit eine Tendenz, auf die wir uns selbst und auf die die anderen sich verlassen k&amp;ouml;nnen. Diese Tendenz zu handeln, diese Disposition oder fundamentale Geneigtheit zu handeln, nennt Aristoteles &amp;quot;hexis&amp;quot;, einen habitus also, eine Haltung, die, durch viele Einzelakte erworben, gleichsam zum Handlungsstandard &amp;quot;gefroren&amp;quot; wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ex actu fit habitus - aus Handlung wird Haltung! Eine Gewohnheit kann eine herrliche Entscheidungserleichterung sein - und sie zu haben, bedeutet, sich nach einen geschliffenen Muster zu verhalten, das hei&amp;szlig;t: man reagiert, ohne die ganze Angelegenheit von vorn nach hinten und nach allen Seiten hin und wieder zur&amp;uuml;ck durchdacht zu haben. Man beherrscht etwas &amp;quot;wie im Schlafe&amp;quot; - so l&amp;auml;sst sich auch ein&amp;uuml;ben und zur Haltung ausformen, Gutes zu tun und sittlich verantwortet zu handeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aristoteles bestimmt die Tugend als ein Mittleres zwischen zwei Extremen, und diese Extreme, die von zwei Seiten her - n&amp;auml;mlich der eines Zuviel und der eines Zuwenig - das richtige Handeln gef&amp;auml;hrden, sind zu vermeiden. Dies ist die ber&amp;uuml;hmte Mes&amp;oacute;tes-Lehre, deretwegen Aristoteles h&amp;auml;ufig angegriffen wurde, weil man ihn missverstand und seine Einschr&amp;auml;nkungen ignorierte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn er Tugend als ein Mittleres verstand, dann hat er nicht die Trivialit&amp;auml;t des goldenen Mittelwegs gemeint - mit Mittelm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit hat Tugend nichts zu tun, sie ist auch nicht mittig im streng mathematischen Sinne. Die Tugend ist vielmehr ein Mittleres zwischen den Extremen dem Seinswert nach - nach der ethischen Wertigkeit ist sie ein Absolutes, &amp;uuml;ber das hinaus es kein Zuviel geben kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn in der Tugend ein Zuviel vorhanden ist, dann ist sie schon keine Tugend mehr. Tugend ist wie eine Gratwanderung, jedenfalls sehr schwierig, was uns jedoch nicht davon abhalten darf, wenigstens Approximativwerte zu erzielen und Dispositionen in uns auszubilden, Einstellungen und Orientierungen, die generell handlungsrelevant sind und uns fundamental geneigt machen, ethisch gut zu handeln und ethisch Verwerfliches zu unterlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Mittigkeit anbetrifft, so liegt beispielsweise die Tugend der Besonnenheit, der Selbstbeherrschung und der Zucht und des Ma&amp;szlig;es zwischen der Z&amp;uuml;gellosigkeit einerseits und der Gef&amp;uuml;hlsstumpfheit andererseits - die Tapferkeit ist platziert zwischen Tollk&amp;uuml;hnheit und Feigheit - die Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigkeit zwischen Geiz und Verschendung - die Demut zwischen serviler Unterw&amp;uuml;rfigkeit, Minderwertigkeit und Kleinm&amp;uuml;tigkeit, opportunistischer Duckm&amp;auml;userei und Kriecherei einerseits und Selbstherrlichkeit und Selbst&amp;uuml;berheblichkeit, Arroganz, blinder Machtanma&amp;szlig;ung und Dominanzall&amp;uuml;re andererseits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein gutes Zeichen jedenfalls, dass wir die Mitte gefunden haben, ist, wenn es Kraft und Anstrengung erfordert, sie einzuhalten, und wenn eines der Extreme bequemer zu tun w&amp;auml;re. Im Bem&amp;uuml;hen um sittliches Handeln ist das Fallen in Extreme jeweils Zeichen von Schw&amp;auml;che, weil nach Aristoteles die Mitte gewisserma&amp;szlig;en Ende und &amp;Auml;u&amp;szlig;erstes ist. In medio stat virtus - in der Mitte steht die Tugend, sagt auch Thomas von Aquin, und man wird ihm wohl nicht widersprechen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die komplette Rede ist auf der Internetpr&amp;auml;senz von Dr. phil. Bernhard A. Grimm einsehbar: &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/rede-kongress.html&quot;&gt;&lt;strong&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/rede-kongress.html&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 22 May 2008 18:28:48 GMT</pubDate>
  <title>Rezension zu Andreas Wingartz - An mir führt kein Weg vorbei</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/2540.html</link>
  <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Andreas Wingartz - An mir f&amp;uuml;hrt kein Weg vorbei. Humane Gesichtspunkte einer zeitgem&amp;auml;&amp;szlig;en F&amp;uuml;hrung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;EOS-Verlag, St. Ottilien 2007, 145 Seiten, &amp;euro; 14,80, ISBN 978-3-8306-7291-3&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts von zahlreichen Korruptionsmanagern, die uns die Medien in unseren Tagen permanent in unseren Alltag schwemmen und deren Gier so grenzenlos zu sein scheint wie ihre Spitzenfunktion, ist jedes Buch emphatisch zu begr&amp;uuml;&amp;szlig;en, das Unternehmensf&amp;uuml;hrung auf eine ethische, auf eine humane Basis zu gr&amp;uuml;nden versucht und hierf&amp;uuml;r ein sinn- und wert(e)orientiertes Menschenbild zugrunde legt.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies gilt uneingeschr&amp;auml;nkt auch f&amp;uuml;r das Buch von Andreas Wingartz, das im ersten Teil (S. 23-88) gekonnt den Menschen als sinn-suchendes und ent-scheidendes, als freies und verantwortliches Wesen zeichnet, die Entscheidungsprozesse der Unternehmensf&amp;uuml;hrer als Wertediskussionen kennzeichnet und die oftmals ego-manen Selbstverwirklichungs-Tendenzen zur&amp;uuml;ckbindet auf Sinn- und Werteverwirklichung, Selbstverwirklichung also sieht als Resultat und Erfolg des Strebens nach Sinn und Werten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine humane Unternehmenskultur m&amp;ouml;ge sich zu einer Kommunikationskultur wandeln, und die ist das Ergebnis der Pers&amp;ouml;nlichkeitsbildung eines Menschen, ein Aspekt, den Wingartz nicht ausl&amp;auml;sst, jedoch nicht ausf&amp;uuml;hrlich genug expliziert. Er versucht freilich beredt, nicht nur den Themenkreis Humanit&amp;auml;t und Wirtschaftlichkeit zusammen zu bringen (Wirtschaftlichkeit trotz Humanit&amp;auml;t, besser gesagt, Wirtschaftlichkeit durch Humanit&amp;auml;t, S. 9), sondern auch die zwei wichtigsten Elemente, die Lebensf&amp;uuml;hrung und Unternehmensf&amp;uuml;hrung zu verbinden verm&amp;ouml;gen, explizit zu benennen, n&amp;auml;mlich Werteorientierung und Sinnzentrierung.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer jedenfalls als F&amp;uuml;hrungsverantwortlicher nicht bereit ist, etwas f&amp;uuml;r seine eigene Pers&amp;ouml;nlichkeit zu tun, ist schlicht und einfach unqualifiziert, mag er auch noch so viele Diplome oder andere Leistungsnachweise besitzen. Es ist ein unabdingbares Muss f&amp;uuml;r jeden F&amp;uuml;hrenden zu pr&amp;uuml;fen, welche Pers&amp;ouml;nlichkeitsauswirkung er aus&amp;uuml;bt und was daran im Sinne der Menschlichkeit und der Vertrauensbildung zu ver&amp;auml;ndern ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ethisch, und damit auf der Linie zum Humanum, ist eine Unternehmenskultur, wenn sie die Entwicklung eines Wertbewusstseins in der menschlichen Pers&amp;ouml;nlichkeit zum Inhalt hat. Das hei&amp;szlig;t: Das auf der Basis einer konstruktiven Gewissensbildung erworbene und entwickelte Ma&amp;szlig; an Sittlichkeit ist die Vorbedingung f&amp;uuml;r die Wertsch&amp;auml;tzung und W&amp;uuml;rde in der Kommunikation - sie l&amp;auml;sst Freiheit zu, wie sie auch f&amp;uuml;r sich Freiheit einfordert: F&amp;uuml;hren (also) durch Wertsch&amp;auml;tzen, ein Gedanke, der sich durch das ganze Buch virulent durchzieht und nicht nur im Themenkreis Wie kann echte F&amp;uuml;hrung gelingen? (S. 92-96), Der Mensch steht im Mittelpunkt (S. 96-99) und &amp;Uuml;ber die Motivation (S. 108-115) anklingt. Es ist f&amp;uuml;rwahr unbestritten, dass wichtig an einem Unternehmen nur die Menschen (sind), die daf&amp;uuml;r arbeiten, und der Geist, in dem sie es tun (H. Nordhoff) oder mit R.K. Sprenger gesagt: Die Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen, wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nat&amp;uuml;rlich zeichnet Wingartz in beiden Teilen seiner Arbeit (im zweiten Teil erweist er sich als wahrer Kenner der Unternehmerszene! Vision, Mission, Strategie, S. 130- 133, Warum Werte wichtig sind, S. 133-145) ein idealtypisches Menschenbild, aber das ist gut so, denn schon Goethe hat die Idealtypik als ebenso richtig wie notwendig erachtet, wenn er uns ins Stammbuch schreibt: Wenn wir die Menschen so nehmen, wie sie sind, dann machen wir sie schlechter, als sie sind; wenn wir sie aber so nehmen, wie sie sein sollen, dann machen wir sie zum dem, was sie sein k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein idealisierendes Menschenbild ist immer dort n&amp;ouml;tig, wo wir dem Menschen auf eine h&amp;ouml;here (geistige) Ebene seines Menschseins elevieren wollen, jenseits der totalen Verhaftung im Psychophysikum seiner Triebstruktur, und dies gilt auch hinsichtlich eines sittlichen, d.h. humanen Anforderungsprofils von Verantwortungstr&amp;auml;gern, also F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;ften oder Unternehmensleitern, die sich durch soziale, ethische und interaktiv-kommunikative Kompetenz als f&amp;uuml;hrungsgeeignet auszuweisen haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;hren hei&amp;szlig;t letztlich nicht nur, sich auf den ganzen Menschen einzustellen, wobei die ganze Bed&amp;uuml;rfnis- und Erwartungspalette des Mitarbeiters ebenso zu ber&amp;uuml;cksichtigen ist wie zu wissen, welche Werte ihm wichtig sind und was f&amp;uuml;r ihn Sinn macht, sondern es muss auch mitbedacht werden, dass F&amp;uuml;hrung, die sich irgendwie legitimieren will, an erster Stelle nachweisen muss, dass sie sowohl die Pers&amp;ouml;nlichkeit des F&amp;uuml;hrenden als auch die des Gef&amp;uuml;hrten eher entwickelt als zerst&amp;ouml;rt. &lt;br /&gt;Dann erst kann uneingeschr&amp;auml;nkt gelten: Verantwortetes F&amp;uuml;hren als Menschenf&amp;uuml;hrung muss in einer reifen Pers&amp;ouml;nlichkeit verankert sein, was bedeutet, dass die F&amp;uuml;hrungsf&amp;auml;higkeit in das Postulat einer kontinuierlichen Pers&amp;ouml;nlichkeitsbildung eingebunden werden sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Autor wei&amp;szlig; sehr wohl, dass nicht jeder, der in der vorder(st)en Riege eines Unternehmens steht, von vornherein und eben deshalb auch schon menschlich reif (genug) ist, ein F&amp;uuml;hrender zu sein. M.a.W.: Menschen, die nach ihrer sozial-hierarchischen Einstufung F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fte sind, bed&amp;uuml;rfen selbst noch stark der F&amp;uuml;hrung, oder anders gesagt: Wer Menschen f&amp;uuml;hren will, m&amp;ouml;ge gelernt haben, sich selbst zu f&amp;uuml;hren, wie dies bereits Peter F. Drucker ausformuliert hat: Nur wenige F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fte sehen ein, dass sie letztlich nur eine einzige Person f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnen und auch m&amp;uuml;ssen. &lt;br /&gt;Diese Person sind sie selbst. Pers&amp;ouml;nlichkeit ist eben nicht nur reine Vorgegebenheit, sie ist vielmehr eine Aufgabe! Nur wenn man dies ernsthaft bedenkt, vermag man F&amp;uuml;hrung aus dem rein sub-humanen Sumpf herauszuziehen. Das Anliegen Wingartz, dies mit humane(n) Gesichtspunkten einer zeitgem&amp;auml;&amp;szlig;en F&amp;uuml;hrung zu bewerkstelligen, ist mehr als dankenswert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das vorliegende Buch, das auf mehreren Seiten auch noch weiterf&amp;uuml;hrende Literatur empfiehlt und sich in seiner Gedankenf&amp;uuml;hrung auf kompetente, jedoch nie aufdringlich anbiedernde Weise an der Logotherapie des Arzt-Philosophen Viktor E. Frank orientiert (Der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach Sinn), ist sehr empfehlenswert und geh&amp;ouml;rt in die Hand eines jeden, der Wirtschaft und Humanit&amp;auml;t, Sinn und Wert, F&amp;uuml;hrung und Sittlichkeit zusammen zu bringen privilegiert ist.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;copy; Dr. Bernhard A. Grimm, Scheyern / Web: &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Autorenportr&amp;auml;t&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;Andreas Wingartz ist Qualit&amp;auml;tsmanager und Betriebsleiter in einem mittelst&amp;auml;ndischen Betrieb, und absolvierte Studien des Maschinenbaus und der Logotherapie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontaktinformationen&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;S&amp;uuml;ddeutsches Institut f&amp;uuml;r Logotherapie GmbH&lt;br /&gt;82256 F&amp;uuml;rstenfeldbruck, Geschwister Scholl-Platz 8&lt;br /&gt;Telefon: 08141-18041, Fax: 08141-15195&lt;br /&gt;E-mail: &lt;a href=&quot;mailto:info@logotherapie.de&quot;&gt;info@logotherapie.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</description>
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  <pubDate>Mon, 24 Mar 2008 09:04:20 GMT</pubDate>
  <title>Sinn-Funken - Ein neues Menschenbild für die Wirtschaft</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/2158.html</link>
  <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rezension zu Erich Schechner / Otto Zsok - Sinn-Funken - Ein neues Menschenbild f&amp;uuml;r die Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;EOS-Verlag, St. Ottilien 2007, 189 Seiten, &amp;euro; 14,80, ISBN 978-3-8306-7289-0&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gleichwohl mit einem leisen Schmunzeln wie mit einem heftigen Bedauern sei an Karl Kraus erinnert, der von einem Studenten gefragt wurde, wie er denn Wirtschaftsethik studieren k&amp;ouml;nne, und geantwortet hat: &amp;quot;Gar nicht - sie m&amp;uuml;ssen sich schon f&amp;uuml;r eines von beiden entscheiden&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses zynische Missverst&amp;auml;ndnis spiegelt musterg&amp;uuml;ltig nicht nur die Diskrepanz zwischen Ethikanspruch und Lebensvollzug wider, sondern verweist auch deutlich auf den nach wie vor g&amp;auml;ngigen Widerspruch zwischen &amp;Ouml;konomie und Sittlichkeit, zwischen wirtschaftlichem Tun und moralischem Wohlverhalten, zwischen Unternehmensinteressen und allgemein ethischen Wertvorstellungen. Angesichts rigoroser Gewinnmaximierungstheorien und einer ma&amp;szlig;losen Erfolgsbesessenheit, im Blick auf die endlose Huldigung an die Egozentrizit&amp;auml;t oder Ego-Manie oder Pleonexie (Daseinsgier) des Menschen und auf einen gnadenlosen Leistungsfetischismus sowohl in der Gesellschaft als auch im gesamten Wirtschaftsbereich werden wir einer Sensibilisierung f&amp;uuml;r ethische Fragestellungen absolut nicht gewahr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn aber der Mensch definiert werden darf als wesentlich ent-scheidendes Wesen, was hei&amp;szlig;t, dass er permanent und dies t&amp;auml;glich und sek&amp;uuml;ndlich entscheiden muss, was er tut oder unterl&amp;auml;sst oder was er wird, wenn das menschliche Leben insgesamt aus einer ununterbrochenen Abfolge von Entscheidungen besteht, dann muss durchaus die Frage sein, ob es jeweils in unser reines Belieben gestellt ist, wie wir uns entscheiden - es muss abseits reiner Willk&amp;uuml;r und Laune gefragt werden d&amp;uuml;rfen, ob es nicht doch objektive und allgemein g&amp;uuml;ltige Normen, Werte, Ziele und Orientierungen gibt, die bei jeder Entscheidungsfindung zu ber&amp;uuml;cksichtigen sind - es muss nach dem Menschenbild gefragt werden, das gesellschaftlich-wirtschaftliches Leben gestaltet und auf das die Gesellschaft und die Wirtschaftswelt zur&amp;uuml;ckwirkt, pr&amp;auml;gend und belastend, destruktiv oder im besten Falle konstruktiv.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist kaum hoch genug anzusetzen, wenn sich da zwei Autoren kompetent und feinsinnig auf den Weg machen, (doch noch Moral und) Sinnspuren in der Wirtschaft zu entdecken und im Wissen, wie sehr Menschenbilder den arbeitenden Menschen sowohl im Handeln als auch im Erleben - und dies in allen zwischenmenschlichen Beziehungen, in Gesellschaft und im Unternehmen - nachhaltig pr&amp;auml;gen, einen Menschen zu zeichnen versuchen, in dem sich das spezifisch Humane widerspiegelt, n&amp;auml;mlich Geistigkeit, Freiheit, Verantwortung und eine wesentliche Orientierung auf Sinn und Wert(e) ebenso wie auf das personale Gewissen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Frage n&amp;auml;mlich, was der Mensch in seinem innersten Wesen sei, kann nicht als irrelevant abgetan und an eine Psychologie oder Anthropologie abgetreten werden, die den Menschen nur als h&amp;ouml;heres Erdenmenschentier deklariert, das nur reagiert und sich abreagiert, also eingebunden ist in ein wirkm&amp;auml;chtiges Arsenal aus Gier, Trieben und egozentrischen Wollungen aller Art, demnach nur eine mit psychischen Funktionsmustern durchwirkte elektrochemische Substanz ist, ein von Trieben und Bed&amp;uuml;rfnissen gesteuerter und steuerbarer Reaktionsautomat, eine Marionette, gezogen an den Schn&amp;uuml;ren aus Erbgut und Umweltweinfl&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dagegen steht ein Menschenbild, das in freier Entscheidungsm&amp;auml;chtigkeit und wesenhafter Bezogenheit auf Sinn und Wert(e) hin auf sich selber einzuwirken vermag (den Bed&amp;uuml;rfnissen trotzt!) und autonom in die Welt hinein agiert, und dies alles zu verantworten hat. Eine solche Sicht des Menschen &amp;quot;kann auch f&amp;uuml;r eine humane Wirtschaft eingesetzt werden, um dem arbeitenden Menschen das Wesentliche zu geben, n&amp;auml;mlich die M&amp;ouml;glichkeit von Sinnerf&amp;uuml;llung. Es ist ein Grundbed&amp;uuml;rfnis von uns, dieses Menschenbild in die Wirtschaft zu tragen&amp;quot; (S. 30). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Wirtschaft, abseits von reinem N&amp;uuml;tzlichkeitsdenken und ausschlie&amp;szlig;licher (monet&amp;auml;rer) Profitorientierung, ist nicht zu reformieren, n&amp;auml;herhin dauerhaft, &amp;ouml;kologisch und insbesondere menschenfreundlich weiterzuentwickeln, &amp;quot;ohne gesellschaftliche wie auch pers&amp;ouml;nliche Ver&amp;auml;nderungen in Kauf zu nehmen&amp;quot; (S. 8), im Wissen darum, wie sehr Wirtschaft Gesellschaft ist und Gesellschaft immer schon mehr oder minder nachhaltig von den Prozessen des Wirtschaftsleben durchdrungen ist. &lt;br /&gt;Um den einzelnen geht es also und - als sehr berechtigtes Anliegen der Autoren - darum, ein Menschenbild in die Wirtschaft zu implementieren, das Menschsein grundlegend dadurch gekennzeichnet sieht, dass es im Unterschied zum Tier die Sinnfrage stellt, sich von der Sinnfrage herausfordern l&amp;auml;sst, Sinnerf&amp;uuml;llung in seinem Leben sucht, wesentlich wert(e)bewusst und wert(e)f&amp;uuml;hlig ist und in seinem Gewissen stets eine Kontrolle f&amp;uuml;r all sein Tun und Unterlassen erf&amp;auml;hrt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dem Buch von Schechner/Zsok ist eine 13-seitige Einf&amp;uuml;hrung mit der &amp;Uuml;berschrift &amp;quot;Menschenbild und Wirtschaft&amp;quot; vorangestellt, die als permanentes Vademecum benutzt und schon deshalb mehrmals gelesen werden sollte, weil sie in ihrer inhaltlichen Dichte das Anliegen der Autoren &amp;auml;u&amp;szlig;erst deutlich reflektiert und transportiert und so wertvoll ist, dass sich die nachfolgenden Seiten, wiewohl sehr gut bis brillant, &amp;quot;nur&amp;quot; noch als abundante, wenngleich durchaus notwendige Ausf&amp;auml;ltelung ihrer Gedanken geriert. &amp;quot;Samenk&amp;ouml;rner f&amp;uuml;r Verhaltens&amp;auml;nderungen&amp;quot; (S. 15) wollen die Autoren behutsam und absolut nicht indoktrin&amp;auml;r auss&amp;auml;en mit dem sehr berechtigten Anliegen, &amp;quot;die Verantwortung f&amp;uuml;r das Wachstum zum bl&amp;uuml;henden Baum&amp;quot; (ebd.) m&amp;ouml;ge der Leser selber tragen, der sich seinerseits in drei Kapiteln &amp;uuml;ber den Menschen als einem geistigen (S. 21-84), freien (S. 85-121) und verantwortlichen (S. 122- 168) Wesen informieren darf und damit konfrontiert wird, was jeweils das Geistige, was Freiheit und was Verantwortung f&amp;uuml;r die Wirtschaft bedeutet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abseits der Orientierung des Menschen nach Macht und materiellem Reichtum, nach Lust, Geltung und Anerkennung, was alles im sog. Psychophysikum (Leib-Seele-Einheit) des Menschen verankert ist, geht es den beiden Autoren vornehmlich um die geistige Dimension des Menschen, um das urspr&amp;uuml;nglich und eigentlich Menschliche (das Humanum!), eine Sichtweise, die den Menschen als Leib-Seele-Geist-Einheit und -Ganzheit konzipiert und sich an der Logotherapie des Wiener Arzt-Philosophen Viktor E. Frankl orientiert mit dessen Axiom: &amp;quot;Der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach Sinn!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn es m&amp;ouml;glich sein k&amp;ouml;nnte, dass nicht, wie in der Regel, die Wirtschaft &amp;uuml;ber den Menschen dominiert und ihn in gef&amp;auml;hrliche Abh&amp;auml;ngigkeit bringt, sondern dass der Mensch instand gesetzt zu werden verm&amp;ouml;chte, seinerseits die wirtschaftlichen Prozesse zu lenken und zu dominieren, dann kann dies nur &amp;uuml;ber den &amp;quot;Geist&amp;quot; gelingen, als subtile &amp;quot;Urkraft&amp;quot; und &amp;quot;geistiges Ich&amp;quot; eine letzte und unverg&amp;auml;ngliche Wirklichkeit, die heute nur allzu wenig diskutiert und meistens verwechselt wird mit diversen Emanationen des Gehirns, mit Denken, Intellekt und Verstand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie der unverg&amp;auml;ngliche, nichtsterbliche und wesenhaft das Physisch-K&amp;ouml;rperliche und auch Psychische &amp;uuml;bersteigende, wie der in der Transzendenz gr&amp;uuml;ndende Geist den Menschen konstituiert und auf Wirtschaft und Gesellschaft einzuwirkend vermag, so dass der Mensch jenseits rein wirtschaftlicher Zwecke und psychophysischer Bed&amp;uuml;rfnisse ernst genommen wird als zutiefst sinnsuchendes und werterorientiertes Wesen, das zeigt vornehmlich Kapitel 1 (&amp;quot;Der Mensch ist ein geistiges Wesen&amp;quot;), in Aufbau, Logik und inhaltlicher Dichte ein brillanter Essay, der seinesgleichen sucht und sich von den beiden anderen Kapiteln abhebt, die ihrerseits durchaus und eigentlich schl&amp;uuml;ssiger als Einheitskapitel h&amp;auml;tten konzipiert werden sollen: Der Mensch ist n&amp;auml;mlich nicht nur frei zur Verantwortung, sondern es verh&amp;auml;lt sich doch so, dass Freiheit, soll sie nicht z&amp;uuml;gellos werden, stets auf Verantwortung verweist, d.h. durch sie &amp;quot;eingebremst&amp;quot; werden muss, und dass Verantwortung nur dort ist, wo auch Freiheit vorherrscht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Summa: Das vorliegende Buch ist nicht nur sehr empfehlenswert, sondern f&amp;uuml;rwahr ein unabdingbares Soll f&amp;uuml;r jeden, der an den vielgestaltigen &amp;quot;Schrauben&amp;quot; in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu drehen privilegiert ist. Wird das von den Autoren propagierte, an Sinn und Wert orientierte neue Menschenbild von m&amp;ouml;glichst vielen Menschen internalisiert, dann verbleibt uns doch noch die Hoffnung, den endg&amp;uuml;ltig entfesselten Prometheus (Hans Jonas) mit seinen gef&amp;auml;hrlichen Kr&amp;auml;ften und mit seiner rastlosen Umtriebigkeit z&amp;uuml;geln zu k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;copy; Dr. Bernhard A. Grimm, Scheyern / Web: &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Autorenportr&amp;auml;ts&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dr. Otto Zsok&lt;/strong&gt; ist Institutsdirektor und fachlicher Leiter des S&amp;uuml;ddeutschen Institutes f&amp;uuml;r Logotherapie, Dozent und Lehrtherapeut.&lt;br /&gt;Einige seiner Ver&amp;ouml;ffentlichungen: &lt;br /&gt;- Logotherapie in Aktion, 2002&lt;br /&gt;- Vom guten und vom b&amp;ouml;sen Menschen, 2002 &lt;br /&gt;- Der religi&amp;ouml;se Urquell, 2001&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erich Schechner&lt;/strong&gt; ist Gastdozent beim S&amp;uuml;ddeutschen Institut f&amp;uuml;r Logotherapie, Betriebswirt und Ingenieur mit logotherapeutischer Ausbildung. &lt;br /&gt;Einige seiner Ver&amp;ouml;ffentlichungen: &lt;br /&gt;- Wertorientierte Unternehmensf&amp;uuml;hrung, 2004&lt;br /&gt;- HOMO RES SACRA HOMINI, 2004&lt;br /&gt;- Die Niedergeschlagenheit des homo faber, 2006&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontaktinformationen&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;S&amp;uuml;ddeutsches Institut f&amp;uuml;r Logotherapie GmbH&lt;br /&gt;82256 F&amp;uuml;rstenfeldbruck, Geschwister Scholl-Platz 8&lt;br /&gt;Telefon: 08141-18041, Fax: 08141-15195&lt;br /&gt;E-mail: &lt;a href=&quot;mailto:info@logotherapie.de&quot;&gt;info@logotherapie.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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  <pubDate>Sun, 06 Jan 2008 15:01:14 GMT</pubDate>
  <title>Die Abwertung des Weiblichen - Abschied vom Patriarchat</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/1957.html</link>
  <description>&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Macht war (und ist) stets Macht &amp;uuml;ber andere, also mehr oder minder immer Ausbeutung und Unrecht, und zwar nahezu ausschlie&amp;szlig;lich den Schw&amp;auml;cheren und Ohnm&amp;auml;chtigen gegen&amp;uuml;ber.&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Menschheitsgeschichte als einer ununterbrochenen Geschichte der Macht l&amp;auml;sst sich zu allen Epochen das unb&amp;auml;ndige Verlangen des Menschen feststellen, &amp;uuml;ber andere zu herrschen und sie niederzudr&amp;uuml;cken, sie auszurotten, zu diffamieren und zu degradieren, sie zu verknechten und zu t&amp;ouml;ten.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem extrem dualistischen Kr&amp;auml;fteparallelogramm zwischen &lt;strong&gt;Macht und Ohnmacht&lt;/strong&gt;, zwischen Herrschaft und grausamen Abh&amp;auml;ngigkeitsverh&amp;auml;ltnissen gab es stets Verlierer, Menschen also, die den k&amp;uuml;rzeren ziehen mussten - und darunter waren immer und insbesondere Frauen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;&amp;bdquo;Sie schnitten mir mit einer Rasierklinge ein St&amp;uuml;ck Fleisch zwischen den Beinen heraus - hernach n&amp;auml;hten sie mich mit einem Schafdarm regelrecht zu.&amp;ldquo; Vorsichtige Sch&amp;auml;tzungen der Weltgesundheitsorganisation sprechen von 80 Millionen - andere nicht weniger glaubw&amp;uuml;rdige Statistiken von 130 Millionen! - Frauen und M&amp;auml;dchen, die allein in Nord- und Zentralafrika die schreckliche Erfahrung der Klitorisbeschneidung erleben m&amp;uuml;ssen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;In &amp;Auml;gypten, so verraten mutige Soziologinnen, sind 70% aller St&amp;auml;dterinnen und 90% der Landbewohnerinnen beschnitten. Mehr als 100.000 M&amp;auml;dchen sterben allj&amp;auml;hrlich an dieser schmerzhaften Tortur. Die fundamentale Abwertung der Frau und des Weiblichen kann kaum einen st&amp;auml;rkeren Ausdruck erhalten als gerade in der Verst&amp;uuml;mmelung der weiblichen Genitalien - sie ist Vernichtung der Frau als Frau in ihrer zu ihrem Wesen geh&amp;ouml;rigen Sexualit&amp;auml;t und ein brutaler Schnitt in ihre Seele, die von dieser Verletzung nie wieder heil wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genitalverst&amp;uuml;mmelung ist ein Akt der Unterdr&amp;uuml;ckung, der Missachtung und Misshandlung, der die Frauen ausgesetzt sind, weil sie Frauen sind. Gegen&amp;uuml;ber solch widerlichen patriarchalischen Denkmustern muss global propagiert werden: Menschenrechte sind nicht M&amp;auml;nnerrechte!&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1793 wurden in Posen die letzten Hexen verbrannt - von wegen Hexenverfolgung im vermeintlich &amp;bdquo;dunklen&amp;ldquo; Mittelalter! Die Erinnerung an V&amp;ouml;lkermorde an Juden, Armeniern oder Kurden wird in den Medien stets neu aufgekocht - ins Vergessen gedr&amp;auml;ngt wird jedoch das unmenschliche Spektakel des Hexenwahns, das unbeschreibliche Unrecht millionfachen Mordes an unschuldigen Frauen als angeblich mit Satan selbst liierten Hexen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Die Verteufelung des Weibes hat eine lange Geschichte, und schon der m&amp;auml;nnliche Verfasser des Sch&amp;ouml;pfungsberichts hat f&amp;uuml;r den Beginn der Menschheitsgeschichte im billigen Schuldabw&amp;auml;lzungsversuch Adams an Eva den Akkord f&amp;uuml;r die Minderbewertung der Frau angeschlagen: &amp;bdquo;Die Frau, die Du mir beigesellt hast, sie hat mir vom Baum zu essen gegeben- und so a&amp;szlig; ich.&amp;ldquo; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Adam-und-Eva-Mythos - die Frau kam als Zweite in die Welt und hat als Erste ges&amp;uuml;ndigt! - liegt die Grundlage f&amp;uuml;r m&amp;auml;nnliche Schuldverschiebung und f&amp;uuml;r weibliche Urschuld. Die Frau (Eva) als Verf&amp;uuml;hrerin und als Komplizin Satans, die Gleichsetzung von Eva mit dem B&amp;ouml;sen, dies hat schon Tertullian (2. Jhdt) sagen lassen: &amp;bdquo;Du bist das Tor des Satans ... du hast den Tod verdient, und stattdessen musste der Sohn Gottes sterben.&amp;ldquo;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;500 Jahre lang verbrannte man &amp;bdquo;Hexen&amp;ldquo;, unschuldige M&amp;auml;dchen und Frauen, Hebammen vornehmlich und weise Frauen, und meinte damit die Urkraft des Eros der Frau, letztlich auch die Urkraft des eigenen Sexualtriebs, den der Mann (und z&amp;ouml;libat&amp;auml;re Kleriker) nicht wahrhaben wollte und durfte. F&amp;uuml;r Folter und Verbrennung waren stets M&amp;auml;nner die Denunzianten, Ankl&amp;auml;ger und Richter, die sadistischen Folterer und Scharfrichter. Sch&amp;auml;tzungen belaufen sich auf eine bis zu neun Millionen Opfer des Wahnsinns der Hexenprozesse!&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat man (und dies bis in die Gegenwart hinein) nicht nur einen verwerflichen Dualismus zwischen Mensch und Natur, sondern auch zwischen Frau und Mann aufget&amp;uuml;rmt gleichsam als g&amp;auml;nzlich unvers&amp;ouml;hnliche Polarit&amp;auml;t: b&amp;ouml;se - gut, minderbemittelt - h&amp;ouml;herwertig, und dies in totaler Verkennung der unumst&amp;ouml;&amp;szlig;lichen Wahrheit, dass der Archetyp der Frau und des Weiblichen Gott oder dem G&amp;ouml;ttlichen sehr viel verwandter ist als das Prinzip des M&amp;auml;nnlichen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Denn die Entstehung des Lebens selbst, sein Sterben und seine Wiedergeburt im Laufe der Natur k&amp;uuml;ndet von einem Mysterium, dem die Frau - in Mythos und Geschichte - wesentlich n&amp;auml;her steht als der Mann! Nicht nur f&amp;uuml;r den griechischen Philosophen Aristoteles war die Frau ein unfertiger, missgl&amp;uuml;ckter und defekter &amp;bdquo;Mann&amp;ldquo;, also auf einer tieferen Stufe der Entwicklungsleiter stehengeblieben und in ihrem Entstehungsvorgang entgleist und fehlgesteuert, auch f&amp;uuml;r den gro&amp;szlig;en Theologen Thomas von Aquin war die Frau ein verfehltes und verst&amp;uuml;mmeltes M&amp;auml;nnchen, etwas, das nicht in sich beabsichtigt ist, sondern von einem Defekt herr&amp;uuml;hrt. Bernhard von Clairvaux nennt das Weib ein primitives, minderwertiges Geschlechtswesen, ein unvollkommenes Tier(!).&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Die christliche &amp;bdquo;Frauenfeindlichkeit&amp;ldquo; hat letztlich biblischen Hintergrund. Schon im Sch&amp;ouml;pfungsbericht, Genesis 3 Vers 16, wird ein Akkord angeschlagen, der im Abendland deutlich nachklingt in der Unterdr&amp;uuml;ckung der Frau bzw. in der Vorherrschaft des Mannes: &amp;ldquo;Und zum Weib sprach Jahwe: Mehren will ich Deine Beschwernis, in Beschwer sollst Du Kinder geb&amp;auml;ren. Nach Deinem Manne sei deine Begier, er aber soll Dein Herr sein!&amp;ldquo;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Der Gott des Alten Testaments spricht hier die Liebe wie einen Fluch aus: Der Patriarchalismus wird zur ersten Strafe - die Liebe wird sich in ein Machtgef&amp;auml;lle ver&amp;auml;ndern. An dem Umstand, dass die Genesis die Frau zur Untergebenen des Mannes gemacht hat, ist das Fatale dies: Es hat sich nicht nur die gesamte abendl&amp;auml;ndische Kultur daran orientiert, sondern diese Aussage hat den Machtanspruch des Mannes, die Zweitrangigkeit und die Nachordnung der Frau hinter dem Manne quasi aus g&amp;ouml;ttlicher Ordnung und Allmacht legitimiert und als nat&amp;uuml;rliche Sch&amp;ouml;pfungsordnung festgeschrieben.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Man hat die Bibel immer selektiv gelesen und interpretiert, wobei die Theologen so gut wie ausschlie&amp;szlig;lich M&amp;auml;nner waren. So hat denn Genesis 1,27 keine Wirkungsgeschichte gehabt: &amp;bdquo;Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.&amp;ldquo; Hier ist ganz eindeutig zum Ausdruck gebracht, dass die Frau in gleicher Weise an der Gottebenbildlichkeit teilhat wie der Mann - in unmissverst&amp;auml;ndlicher Klarheit formuliert der Text die Gleichwertigkeit, die gleiche W&amp;uuml;rde und gleiche Stellung der Frau!&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Doch diese Passage verpuffte mehr oder minder im Erbe der j&amp;uuml;disch-christlichen Vaterreligion, wo Gott zum patriarchalisch-dominanten Herr-Gott (Herrscher, K&amp;ouml;nig, Heerf&amp;uuml;hrer, Weltenlenker, Richter, Herr der Heerscharen etc.) avancierte. Der Mann schuf (sich) Gott nach seinem (eigenen) Bilde, n&amp;auml;mlich zum Herrn, zum Herrscher und Patriarchen, und die M&amp;auml;nnerwelt (Theologie war ohnehin stets das Gesch&amp;auml;ft der M&amp;auml;nner!) stellt(e) sich Gott so vor, wie man(n) sich eben einen Menschen in seiner besseren Ausf&amp;uuml;hrung vorstellt, n&amp;auml;mlich: als Mann. Wenn die Menschen sich Gott m&amp;auml;nnlich vorstellen, dann sind nun mal alle M&amp;auml;nner &amp;bdquo;gott&amp;auml;hnlicher&amp;ldquo; als die Frauen!&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Patriarchat ist, wenn M&amp;auml;nner (oder die von ihnen geschaffenen gesellschaftlichen Normen) &amp;uuml;ber das Leben und &amp;uuml;ber den Wert der Frauen entscheiden. Es gibt jedoch absolut keinen philosophischen, theologischen oder psychologischen Grund, der auch nur entfernt zulie&amp;szlig;e, die H&amp;ouml;herwertigkeit des Mannes zu beweisen bzw. die Frau oder das Weibliche abwerten zu d&amp;uuml;rfen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Im Gegenteil, die panische Angst der M&amp;auml;nner vor Machteinbu&amp;szlig;e und Machtverlust l&amp;auml;sst sagen: Ohne Macht und Penis, nur auf ihr nacktes Menschsein reduziert, bleibt bei vielen M&amp;auml;nner verdammt wenig &amp;uuml;brig, was einigerma&amp;szlig;en begr&amp;uuml;ndet R&amp;uuml;ckschl&amp;uuml;sse ziehen lie&amp;szlig;e auf eine reife und ganzheitliche, auf eine &amp;bdquo;runde&amp;ldquo; = ausgewogene, ausbalancierte und (auch emotional) gesunde Pers&amp;ouml;nlichkeit. Nicht das gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Qu&amp;auml;ntchen Gehirnmasse, sondern der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Bizeps schuf den Macho und damit das Bewusstsein der m&amp;auml;nnlichen H&amp;ouml;herwertigkeit!&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Wenn bei den m&amp;auml;nnlichen Primaten als den Vorl&amp;auml;ufern der menschlichen Spezies festzustellen ist, dass sie nie aufgeh&amp;ouml;rt haben, von Generation zu Generation - und beim Menschen: von Kultur zu Kultur - die Weibchen zu dominieren und ihre Kampf&amp;uuml;berlegenheit in eine Vorherrschaft &amp;uuml;ber das scheinbar schw&amp;auml;chere und weniger k&amp;auml;mpferische Geschlecht umzusetzen, dann ist hier der eigentlich springende Punkt der: Die Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r diese Dominanz lag im (rein) Biologisch-Physiologischen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Und das hei&amp;szlig;t: Von Anfang an waren die M&amp;auml;nnchen kr&amp;auml;ftiger gebaut als die Weibchen und daher eher f&amp;auml;hig, diese zu schikanieren und zu maltr&amp;auml;tieren. Dazu kommt, dass in den fr&amp;uuml;hesten J&amp;auml;gerkulturen der Mann deshalb sehr gro&amp;szlig;es Ansehen genoss, weil er auf der Jagd (generell) und im Kampf gegen gro&amp;szlig;e und wilde Tiere (speziell) dem Tod die Stirn bot und damit seine &amp;Uuml;berlegenheit &amp;uuml;ber die Natur bewies: Auf dem T&amp;ouml;tenk&amp;ouml;nnen und T&amp;ouml;tend&amp;uuml;rfen beruhte seine Macht &amp;uuml;ber die Tiere, &amp;uuml;ber die Natur, &amp;uuml;ber die Welt, &amp;uuml;ber die Menschen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;So blieb denn das Gesch&amp;auml;ft des Krieges (im engeren und im weiteren Sinne des Aggressiven und K&amp;auml;mpferischen) und damit das T&amp;ouml;ten bis zum heutigen Tage die Dom&amp;auml;ne des Mannes, und der Krieg war damals wie heute und im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte das symmetrische Gegenst&amp;uuml;ck zur Mutterschaft, das Gegenst&amp;uuml;ck zum Prinzip der Schaffung und Hege, der F&amp;ouml;rderung und Bewahrung von Leben! Jedenfalls l&amp;auml;sst sich (abseits moralischer Bewertung) mit Fug und Recht behaupten:&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Die Frau ist der bessere Mensch, und zwar insofern, als Frauen in einem sehr viel intensiveren, in einem dichteren, tieferen, umfassenderen und integrativeren Sinne Menschsein verwirklichen als die kopflastigen, auf Kontrolle, &amp;auml;u&amp;szlig;ere Macht und Leistung, auf Zweckrationalismus und Verstandeseinseitigkeit gepolten M&amp;auml;nner mit ihrer &amp;uuml;berheblichen Penis-/Potenzfixiertheit und gockelhaften &amp;Uuml;berlegenheitsall&amp;uuml;re.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Ein Anfang des Endes des Patriarchats l&amp;auml;sst sich erst feiern, wenn die Frauen sich solidarisieren und ihren Wert als Frau erkennen und sich nicht mehr vom Manne her definieren, einerseits, und wenn die M&amp;auml;nner sich bequemen, Abschied zu nehmen von Gewinnermentalit&amp;auml;t und &amp;Uuml;berlegenheitsall&amp;uuml;re und bereit sind zum Machtverzicht und zu einer Art von &amp;bdquo;Entm&amp;auml;nnlichung&amp;ldquo; im Sinne zunehmender Emotionalisierung, andererseits. Noch immer lehrt man die S&amp;ouml;hne, M&amp;auml;nnlichkeit hie&amp;szlig;e, nicht weiblich zu sein. Durch dieses Delegieren emotionaler Kr&amp;auml;fte im Manne an die Frau hat sich der Mann innerlich selbst enteignet und ist zunehmend ver&amp;ouml;det.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine eklatante Verk&amp;uuml;rzung des Menschseins, wenn im Manne die Qualit&amp;auml;ten ihrer &amp;bdquo;anima&amp;ldquo;, n&amp;auml;mlich Verletzlichkeit, Abh&amp;auml;ngigkeit, Hingabe, Einf&amp;uuml;hlung, Mitleid und Barmherzigkeit etc. abgespaltet und als weibisch diffamiert werden. Eine Feminisierung des Mannes tr&amp;auml;gt dem urspr&amp;uuml;nglichen Primat des Emotionalen vor dem Rationalen Rechnung und wei&amp;szlig;, dass wir allesamt emotionale Wesen sind, und dies von fr&amp;uuml;hester Kindheit an. Daher ist es Ausdruck seelischer Reife und ein elementares St&amp;uuml;ck psychischer Normalit&amp;auml;t, Gef&amp;uuml;hle zu haben, sie zuzulassen, sie zu kultivieren und zu zeigen, und sie beim andern anzuerkennen.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Die zwei Geschlechter sind nicht gleich, kaum &amp;auml;hnlich. Und doch ist Harmonie und Balance zwischen den Geschlechtern insofern angesagt, als beide die femininen und maskulinen Eigenschaften in sich selber (Dur-Moll, Yin-Yang, anima-persona) ausbilden sollen. Man bringe das Weibliche und M&amp;auml;nnliche ins Gleichgewicht, dann bringt man auf magisch-geheimnisvolle Weise die Welt ins Gleichgewicht.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls d&amp;uuml;rfen die Frauen in keinem Falle dem scheinbar unausrottbaren Missverst&amp;auml;ndnis aufsitzen, als ginge es auch nur entfernt darum, zu werden wie die M&amp;auml;nner. Wenn schon Transformation, dann keine zu mehr Frau- oder Mann-Sein, sondern nur eine solche zur Ganzheitlichkeit, und damit zu menschlicher Integrit&amp;auml;t, die keine Wertung, schon gar nicht eine Abwertung von weiblich und m&amp;auml;nnlich zul&amp;auml;sst.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;Mehr zum Thema in: Bernhard A. Grimm, &amp;bdquo;Die Frau - der bessere Mensch. Pl&amp;auml;doyer gegen die uralte Abwertung des Weiblichen&amp;ldquo;, Ephata Verlag, Pfaffenhofen 1999.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Weitere Publikationen von Dr. phil. Bernhard A. Grimm: &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;</description>
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  <pubDate>Sat, 15 Dec 2007 19:45:46 GMT</pubDate>
  <title>Reflexionen zum Warum und zum Faktum ärztlicher Fürsorge-Verantwortung</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/1734.html</link>
  <description>&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Die Frage des Kain nach dem Mord an seinem Bruder Abel ist die Frage nach der Verantwortung. Weder auf sie noch auf die Frage nach dem Warum der Verantwortung gibt die Bibel an dieser Stelle Auskunft. &lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Hier darf der philosophisch-anthropologische Versuch unternommen werden, nicht nur zu belegen, dass der Mensch Verantwortung unumgehbar zu tragen hat, dass ich als Arzt in meiner Orientierung am medizinischen Ethos f&amp;uuml;r den homo patiens elementar verantwortlich bin, sondern auch in Erfahrung zu bringen, warum das so ist und ich dieser Verantwortung gar nicht entfliehen kann.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Eine Handvoll programmatischer Aussagen m&amp;ouml;gen antizipatorisch den Gedankengang des Vortrags skizzieren:&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;1.) Das Dialogische erweist sich als eine Grundkategorie des Menschlichen&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Leben ist immer etwas Dialogisches.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Der Mensch ist ein wesentlich dialogisches Wesen.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Er ist aber auch das antwortende Wesen schlechthin.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;2.) Menschsein hei&amp;szlig;t In-Frage-Stehen und Leben hei&amp;szlig;t Antworten&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Menschliche Existenz ist ein dialogisch gef&amp;uuml;hrter Austausch des Menschen mit seiner Mit- und Umwelt, mit seiner Situationswelt.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Jedoch es gilt: Situation ist immer Situation f&amp;uuml;r mich und verlangt eine Reaktion von mir, so oder so.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;3.) Respondeo ergo sum = ich antworte, darum bin ich&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Im Antworten erfahre, erlebe, ersp&amp;uuml;re ich mich als lebendig, als existierend.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Antworten steht hier als Ausdruck f&amp;uuml;r Reagieren, f&amp;uuml;r Erwidern, f&amp;uuml;r In-Resonanz-Stehen, nat&amp;uuml;rlich auch f&amp;uuml;r sprachliche, in Zeichen oder Worte formulierte Antworten.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Solange der Mensch lebt, antwortet er - wenn er tot ist, antwortet er nicht mehr.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;4.) Verantwortung ist fundamentaler Ausdruck der dialogischen Existenz des Menschen&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;und damit wesenhaft mit dem Menschsein verbunden&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Das Schl&amp;uuml;sselsymbol &amp;bdquo;respondeo ergo sum&amp;ldquo; wird zur Grundlage f&amp;uuml;r die Ethik: alles Handeln (antworten) steht unter Rechtfertigungszw&amp;auml;ngen:&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Wie und was ich antworte (handle oder nicht handle), muss ich auch verantworten.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Ohne Antwortf&amp;auml;higkeit gibt es auch keine Verantwortung.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;5.) Ich bin verantwortlich f&amp;uuml;r die Sache, die auf mein Handeln Anspruch erhebt.&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Gegen&amp;uuml;ber der Verantwortung post factum (Kausalhandlungs-Ergebnisverantwortung) gibt es auch eine Verantwortung ante factum: Determinierung des zu Tuenden (F&amp;uuml;rsorge-Verantwortung): &lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Eine Situation, ein Sachverhalt (Krankheit, Verletzung etc.) erwartet von mir ein Tun-Sollen (dem IST entspricht ein SOLLEN). Daher: Verantwortung: Gehorsam gegen&amp;uuml;ber einem Gesollten!&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;6.) Ich pl&amp;auml;diere daher nachdr&amp;uuml;cklich f&amp;uuml;r die Existenz einer normativ relevanten Beziehung zwischen Subjekt und Objekt der Verantwortung&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Die Eltern-Kind-Beziehung ist das klassische Paradigma, das zeitlose Urbild der Verantwortung (Schauen Sie auf den S&amp;auml;ugling - allein schon sein Dasein oder Schreien ist Anspruch und Aufforderung an die Mitwelt, sich seiner anzunehmen!).&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Auch die Arzt-Patient-Beziehung als einzigartige Dyade kommt diesem Urbild sehr nahe und ist eine Beziehung, die eine - &amp;uuml;ber die blo&amp;szlig; funktionale Zust&amp;auml;ndigkeit hinausreichende - Dimension der F&amp;uuml;rsorge konstituiert. &lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 10pt; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;Publikationen von Dr. phil. Bernhard A. Grimm:&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;&lt;br /&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;</description>
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  <pubDate>Wed, 03 Oct 2007 16:54:33 GMT</pubDate>
  <title>Reflexionen zu Hoffnung, Sinn und Orientierung</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/1506.html</link>
  <description>&lt;h2 align=&quot;center&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt; text-indent: 0mm; text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; font-style: normal; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;5&quot;&gt;oder: &lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; font-style: normal; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;5&quot;&gt;Lust auf Leben - Leben braucht Sinn&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;4&quot;&gt;Hoffnung statt Nullbock auf Nichts&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Der Mensch ist ein geschichtlich verfasstes Wesen, d.h. er ist eingespannt zwischen Vergangenheit, die ihm entzogen ist, und ankommender Zukunft, in der er seine noch unfertige und unabgeschlossene Wesensgestalt in der Auseinandersetzung mit der ihm vorgegebenen Situationswelt erst schaffen und sich zueignen muss. &lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;In dieser geschichtlichen Pr&amp;auml;gung lebt der Mensch stets in der bedr&amp;auml;ngenden Spannung zwischen dem Menschsein als Besitz und dem Menschsein als Aufgabe, die erf&amp;uuml;llt, aber auch verfehlt werden kann. Jedenfalls hei&amp;szlig;t, geschichtlich bestimmt zu sein, sich auf dem Wege zu befinden - vom Noch-nicht-Erf&amp;uuml;lltsein zur Erf&amp;uuml;llung. Es bedeutet zugleich, auszublicken in die Zukunft, aus der her das Vollendete oder zu Vollendende erst noch erwartet wird: In dieser Offenheit auf Zukunft hin ist der Mensch Erwartung und Hoffnung, Erwartender und Hoffender.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Ein geschichtliches Wesen zu sein, bedeutet aber auch, dass sich das Schicksal des Menschen in einem zeitlichen Nacheinander erf&amp;uuml;llt, in eigenen Entscheidungen ebenso wie in Widerfahrnissen von au&amp;szlig;en. Ein Teil dessen, was den Menschen als konkrete Person ausmacht, steht immer noch aus. Und dieses Ausst&amp;auml;ndige seiner Existenz ist das K&amp;uuml;nftige. &lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Und so ist denn die Zukunft der Raum, in dem der Mensch - in Gedanken der Gegenwart vorgreifend - lebt und in den hinein, mit Heidegger gesprochen, er sich selbst vorweg ist, w&amp;auml;hrend er die Gegenwart als den fl&amp;uuml;chtigen Moment einer Bewegung erlebt, der eben dadurch, dass er zur Zukunft weiterleitet, selbst schon Vergangenheit wird. Genau hier hat die Hoffnung ihren Platz: &amp;bdquo;Die einzige Antwort, die der wirklichen Existenz-Situation des Menschen entspricht, ist: die Hoffnung&amp;ldquo; (Josef Pieper).&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;center&quot; class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 58.9pt 3pt 2.85pt; text-align: center;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Der &amp;bdquo;Mensch unterwegs&amp;ldquo; (= homo viator) - Hoffnung als Weggef&amp;uuml;hl&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Sehr gerne bezeichne ich den Menschen mit meinem Lieblingsbild als einen &amp;bdquo;homo viator&amp;ldquo; und benenne damit einen metaphysischen Wesenszug des Menschen, n&amp;auml;mlich das Unterwegssein = stets auf dem Weg zwischen Orten von hier nach dort, in der Zeit von gestern zum Heute und Morgen und &amp;Uuml;bermorgen, unterwegs auch zwischen Zust&amp;auml;nden, beispielsweise zwischen Anlage und Erf&amp;uuml;llung, unterwegs zwischen dem &amp;bdquo;schon-da&amp;ldquo; und dem &amp;bdquo;noch-nicht.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Wenn man diese Grundverfassung des Menschen, den Stand des Auf-dem-Weg-Seins ernst nimmt und eben darin die Existenzsituation des Menschen widergespiegelt sieht, dann ist die Hoffnung ein &amp;bdquo;Weggef&amp;uuml;hl&amp;ldquo;, das auf K&amp;uuml;nftiges gerichtet ist und dieses in einer auslangenden seelischen Bewegung herbeisehnt. &lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Hoffnung als &amp;bdquo;Weggef&amp;uuml;hl&amp;ldquo; richtet sich auf ein Ziel, das es zu erreichen gilt. Sie enth&amp;auml;lt also Zuversicht und Gewissheit des Gelingens. Sie ist jedoch immer auch gekennzeichnet von der Tatsache, dass die Ankunft des Ersehnten noch aussteht. So ist der einer jeden Hoffnung gem&amp;auml;&amp;szlig;e Ort immer angesiedelt zwischen dem Schon-da-Sein und dem Noch-nicht-Sein, und das hei&amp;szlig;t: Das erstrebte Ziel ist schon da, es erf&amp;uuml;llt mein Bewusstsein, es bewegt und ergreift meine Existenz, aber die unverk&amp;uuml;rzte Erf&amp;uuml;llung ist noch nicht erlangt.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Allerdings muss, was ich erhoffe, mir grunds&amp;auml;tzlich m&amp;ouml;glich und erreichbar sein. Was unm&amp;ouml;glich geworden ist, erhoffe ich nicht mehr, ich sehe es an mit Verzweiflung oder Resignation. Auch das, was mir restlos verf&amp;uuml;gbar ist oder m&amp;uuml;helos in Reichweite meiner eigenen Kr&amp;auml;fte liegt, erhoffe ich nicht eigentlich, sondern beschlie&amp;szlig;e und ergreife es. Nur was mir nicht oder nicht restlos verf&amp;uuml;gbar ist und was steil meine Kr&amp;auml;fte &amp;uuml;berragt und was zu erlangen ich doch zuversichtlich bin (ohne freilich vor Fehlschl&amp;auml;gen ganz sicher zu sein), davon sagt, meine ich, unsere Sprache, dass man es erhofft.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Der Hoffende konkretisiert die Zukunft, das hei&amp;szlig;t: Er erwartet einzelne Dinge, Ereignisse, Begegnungen, beispielsweise Genesung und Heilung. So tr&amp;auml;gt Hoffen immer etwas von Erwartung in sich, und doch ist Hoffnung mehr als Erwartung, denn was mir ohnehin zur Hand ist, was mit Sicherheit gut ausgehen wird, brauche ich nicht mehr zu erhoffen, wohl aber das, was nicht so ohne weiteres zu haben ist und nicht in unserer Macht steht. &amp;bdquo;Das Erhoffte ist immer von solcher Art, dass der Hoffende keine Gewalt dar&amp;uuml;ber hat&amp;ldquo; (Josef Pieper), oder:&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&amp;bdquo;Die einzige Hoffnung ist die, welche sich auf etwas richtet, was nicht von uns abh&amp;auml;ngt&amp;ldquo; (Gabriel Marcel).&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Jedenfalls d&amp;uuml;rfen, wenn Gutes, Erw&amp;uuml;nschtes, Geliebtes erhofft wird und wenn in solcher Hoffnung Verlangen und Sehnsucht mitschwingen, die Schwierigkeiten sich nicht zu hoch auft&amp;uuml;rmen: In meinem hoffenden Auslangen nach dem Erstrebten muss dieses auch in irgendeiner Weise erreichbar sein. Dunkle Zukunft daher, die keinen Lichtschimmer zeigt, erstickt die Hoffnung und schl&amp;auml;gt leicht in Verzweiflung um. Zukunftslosigkeit l&amp;auml;sst sich nicht leben! Erst die &amp;Uuml;berzeugung, dass die Aufgabe, auch die des individuellen Lebens, zu bew&amp;auml;ltigen ist, bildet ein hinreichendes Fundament, aus dem Hoffnung entstehen&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;kann.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Daher sage ich, Sinn schafft Hoffnung, denn gerade er ist dieses Fundament - von Stunde zu Stunde, von Situation zu Situation. Das Wort &amp;bdquo;Sinn&amp;ldquo; kommt vom niederhochdeutschen &amp;sbquo;sinnan&amp;lsquo; und bedeutet urspr&amp;uuml;nglich &amp;bdquo;reisen, streben, gehen&amp;ldquo;, also &amp;bdquo;einer Richtung nachgehen&amp;ldquo; auf einem Weg, der mir ein Wert ist - der Wert ist die Orientierungsmarke und l&amp;ouml;st gleichsam den Impuls aus, sich auf den Weg zu machen. Das &amp;bdquo;Weggef&amp;uuml;hl&amp;ldquo; Hoffnung ist unsere zuverl&amp;auml;ssige Begleiterin.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;center&quot; class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 58.9pt 3pt 2.85pt; text-align: center;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Der &amp;bdquo;Zwang&amp;ldquo; zur Wahl, zur Freiheit&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Der homo viator, also der &amp;bdquo;Mensch unterwegs&amp;ldquo; als Pilger und Wanderer, als Weggeher und Wegg&amp;auml;nger - heute in der Form des mobilen Menschen - ist permanent aufs je Neue zu Entscheidungen und Einstellungen gezwungen, und sei es nur zwischen einem Ja und einem Nein: Wenigstens diese M&amp;ouml;glichkeiten bleiben ihm immer in und f&amp;uuml;r jede Situation!&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Dieser &amp;bdquo;Zwang&amp;ldquo; zur Wahl zwingt den Menschen zu noch etwas: Eine Entscheidung kann n&amp;auml;mlich nur getroffen werden anhand einer Orientierung, anhand eines Grundes, anhand eines noch so geringen &amp;bdquo;Mehrs&amp;ldquo;, eines Plus also auf der einen Waagschale. Und selbst eine willk&amp;uuml;rliche Entscheidung hat ihre Orientierung, n&amp;auml;mlich die Orientierung an den inneren Impulsen. &lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Wenn ich den Menschen konzipiere als einen, der auf dem Wege ist, dann muss gesagt werden, dass ein Weg immer gerichtet ist, also immer ein Ziel hat, es sucht und erreicht (oder auch nicht), es verfehlt, an ihm vorbei oder in die Irre (als neuem &amp;bdquo;Ziel&amp;ldquo;?) geht - aber der Weg hat immer Richtung!&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Jedoch wir geben die Richtung an, das ist das Wesentliche, und vornehmlich wir selbst bestimmen, wohin der Weg gehen soll mit all seinen Kurven und Widerw&amp;auml;rtigkeiten, mit all den zahlreichen Unwegsamkeiten und gelegentlichen Aussichtslosigkeiten. So jedenfalls, wenn man Ja sagt zu einem Menschenbild, das Platz hat f&amp;uuml;r freie Entscheidungsm&amp;auml;chtigkeit und den Menschen nicht durch genetische und psychosoziale Potentiale weitestgehend gepr&amp;auml;gt und determiniert sein l&amp;auml;sst.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Manch einer mag die Freiheit des Menschen leugnen und sich damit als superintellektuell geben. Das Problem der Freiheit jedoch ist so alt wie die Menschheit, und Willensfreiheit ist nun mal in der Psychologie stets ein Stiefkind geblieben und in der Philosophie ein ewiger Streitpunkt, ganz entgegen dem normalen Lebensgef&amp;uuml;hl der Frau und des Mannes auf der Stra&amp;szlig;e, die sich spontan und unreflektiert als frei empfinden (und damit als verantwortlich!).&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Meine Haltung nenne ich unverbl&amp;uuml;mt: Wer die Willensfreiheit des Menschen leugnet, reiht ihn ein in den Einzugsbereich des nackten Affen und damit in eine Welt des ungest&amp;uuml;men Getriebenseins, des Gepr&amp;auml;gt-, des Verf&amp;uuml;hrt- und des Manipuliertwerdens, bei dem es allenthalben keine geistige Mitsprache gibt. Dahinter steckt - und das ist eigentlich das so be&amp;auml;ngstigend Falsche! - die Theorie der permanenten Selbstentschuldung, denn: &lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Wenn nicht frei, dann auch nicht verantwortlich: Es sind doch immer die anderen, die Gene, die Eltern und Lehrer, die Politiker, die Kirche, das Wetter, die Gesellschaft, die Umst&amp;auml;nde - der T&amp;auml;ter ist eigentlich nur das bemitleidenswerte Opfer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke in diesem Zusammenhang an Jean-Paul Sartre und an seinen Begriff von Unfreiheit, der sehr denkenswert ist. Er sagt einmal, der Mensch habe nur die Unfreiheit, nicht frei zu sein: &amp;bdquo;Der Mensch ist zwar frei, nach seinem Verst&amp;auml;ndnis zu w&amp;auml;hlen, aber er ist nicht frei, aufzuh&amp;ouml;ren, frei zu sein.&amp;ldquo; Und gerade aus dieser &amp;bdquo;Verurteilung zur Freiheit&amp;ldquo;, wie es Sartre formuliert, resultiert f&amp;uuml;r den Menschen eine Orientierungsnotwendigkeit, die Notwendigkeit einer Richtung, in der die Entscheidung f&amp;auml;llt.&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBlockText&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 3pt 2.85pt;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;Mehr zu &amp;quot;Reflexionen zu Hoffnung, Sinn und Orientierung&amp;quot; auf meiner Internet-Pr&amp;auml;senz &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/font&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Sat, 25 Aug 2007 16:44:25 GMT</pubDate>
  <title>Andere Führen heißt: Persönlichkeit sein</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/1200.html</link>
  <description>&lt;strong&gt;Warum sind viele F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fte so machthungrig? Was veranlasst sie, ihre Macht zu missbrauchen? Und mit welchen Folgen f&amp;uuml;r Mitarbeiter und Unternehmen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auf die destruktiven Wirkungen einer machiavellistischen F&amp;uuml;hrungsphilosophie und zeigt, wie eng Macht mit Ohnmacht, Angst und Minderwertigkeitsgef&amp;uuml;hlen verzahnt sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Autor pl&amp;auml;diert f&amp;uuml;r einen verantwortungsvollen Umgang mit Macht und f&amp;uuml;r ein produktives Miteinander. Unproduktiv und destruktiv: Karrierestreben mit allen Mitteln. Macht und Moral: Freiheit und W&amp;uuml;rde m&amp;uuml;ssen gew&amp;auml;hrleistet bleiben. Machiavelli irrt: F&amp;uuml;hrung ist Verantwortung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der fatale Irrtum ist unausrottbar, wonach jemand, so er gerade 30 oder 40 ist oder sehr viel mehr Jahre z&amp;auml;hlt, eine Pers&amp;ouml;nlichkeit sei und (undiskutiert) wie selbstverst&amp;auml;ndlich f&amp;auml;hig, Menschen zu f&amp;uuml;hren, vorausgesetzt, es zeichne ihn gediegene Fachkompetenz aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gest&amp;ouml;rte Selbstbeurteilung: &amp;bdquo;Ich bin, was ich kann, und weil ich es kann, bin ich wer - sonst st&amp;uuml;nde ich nicht so weit oben&amp;ldquo;, l&amp;auml;sst sich in objektiver Sicht unschwer zur&amp;uuml;ckstraffen auf den kleinsten Nenner: Er ist Mensch, er ist Person - mehr nicht. Und was man vom blo&amp;szlig;en Menschsein halten darf, erhellt ern&amp;uuml;chternd schnell ein Blick in die kriegerisch-grausame Menschheitsgeschichte oder jener in unsere braune Vergangenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das reine Personsein bedarf f&amp;uuml;rwahr einer &amp;bdquo;Erg&amp;auml;nzung&amp;ldquo;, ehe man von einer (sittlich-reifen) Pers&amp;ouml;nlichkeit reden darf, die als F&amp;uuml;hrender Einfluss nimmt auf psychische und soziale Einstellungen und Haltungen, auf Wertvorstellungen und Verhaltensweisen der Gef&amp;uuml;hrten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll F&amp;uuml;hren nicht von vorneherein manipulativ - und damit unsittlich - sein, muss die F&amp;auml;higkeit hierzu verankert sein in einer Pers&amp;ouml;nlichkeit, die dem anderen seine Freiheit und W&amp;uuml;rde - als unhintergehbare Fluchtpunkte seiner Wertigkeit! - zu belassen imstande sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies setzt freilich voraus, in intensiver Selbstreflexion dem eigenen Wesen und Selbst-Wert begegnet zu sein und sein eigenes Sein akzeptiert zu haben. Solche Selbstfindung, sich also vom eigenen Wesen getragen zu f&amp;uuml;hlen, ist fundamentale Basis jeder Form von Selbstverwirklichung, die durchaus identisch sein kann mit dem, was mit Pers&amp;ouml;nlichkeitsentwicklung bezeichnen, wenn deren wesentliches Ziel es ist, einerseits in sich ein Wertbewusstsein zu entwickeln und andererseits die freiwillige Akzeptanz von Normen zu garantieren bzw. zu internalisieren, an denen sich der Mensch in seinem praktischen Handeln sinn- und verantwortungsvoll und situationsgerecht ausrichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mensch ist nicht ein geworfenes (Heidegger), sondern wesentlich auch ein sich entwerfendes, er ist ein nicht definiertes, sondern ein weltoffenes &amp;bdquo;Tier&amp;ldquo;, und dies ist Verpflichtung, was hei&amp;szlig;t: Pers&amp;ouml;nlichkeit ist keine Vorgegebenheit, sie ist Aufgabe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der steten und bewussten Auseinandersetzung mit seinem Charakter (und mit seiner Mitwelt) entwickelt sich und reift eine Pers&amp;ouml;nlichkeit, und die Freiheit vom Charakter ist die Freiheit zur Pers&amp;ouml;nlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist durchaus legitim, den Menschen als M&amp;ouml;glichkeit zu konzipieren, und &amp;quot;entwickeln&amp;quot; hei&amp;szlig;t dann auch, herauszu&amp;quot;wickeln&amp;quot;, was in ihm als M&amp;ouml;glichkeit angelegt ist (&amp;quot;Werde, der du bist!&amp;quot;), und sukzessive abzulegen, was das Ich um&amp;quot;wickelt&amp;quot; h&amp;auml;lt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies geriert sich als Kampfansage gegen Egozentriertheit und Narzissmus - Haltungen, die wirkliches Interesse an den Bed&amp;uuml;rfnissen einerseits und das Wissen um die Belange der Gef&amp;uuml;hrten andererseits ebenso vermissen lassen wie sie dazu f&amp;uuml;hren, dass der F&amp;uuml;hrende vielleicht nur (in der Theorie) wei&amp;szlig;, dass er stets Identifikationsgestalt ist, dies jedoch nicht zul&amp;auml;sst und so in st&amp;auml;ndiger Distanz zum Gef&amp;uuml;hrten lebt, um eine Art Autorit&amp;auml;t zu retten, die nur Angst schafft (Hierarchie produziert Angst!). &amp;Auml;ngste aller Art sind jedoch der Feind Nr. 1 jeder (guten) Kommunikation - und F&amp;uuml;hrung ist nun mal immer ein Kommunikationsgeschehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Apfel w&amp;auml;chst und w&amp;auml;chst und reift ohne eigenes Zutun, der Mensch jedoch wird nur alt und &amp;auml;lter - egal, auf welcher Karrieresprosse er angesiedelt ist -, so er sich nicht m&amp;uuml;ht, in freier Entscheidung und eigener Verantwortung aus dem rohen Marmorblock seines Personseins die feinziselierte Skulptur einer reifen Pers&amp;ouml;nlichkeit zu mei&amp;szlig;eln. Das Dichterwort: &amp;quot;Der ich bin, gr&amp;uuml;&amp;szlig;t traurig den, der ich k&amp;ouml;nnte sein&amp;quot;, sollte an keinem Lebensabschnitt, schon gar nicht am Ende stehen d&amp;uuml;rfen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls ist reif nur, wer f&amp;uuml;r sein Handeln stets die Verantwortung &amp;uuml;bernehmen kann - und Handeln meint hier ein Tun und Lassen (und Unterlassen), das willentlich und wissentlich geschieht und wof&amp;uuml;r ein Mensch zur Rechenschaft gezogen werden kann, zumindest vor seinem personalen und individuell entwickelten Gewissen, in dem die handlungsleitenden Werte und Normen - freiwillig und angstfrei &amp;uuml;bernommen! - verankert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Autonomie in der Pers&amp;ouml;nlichkeit verweigert sich der Fremdsteuerung durch andere und damit sowohl der Abh&amp;auml;ngigkeit von der positiven Bewertung durch die Mitwelt als auch der Gefahr, zum Systemagenten zu verkommen. Sie ist weder auf nur-Erfolg, Rationalit&amp;auml;t und Intellektualit&amp;auml;t fixiert, noch huldigt sie einer Anti-Emotionalit&amp;auml;ts-Philosophie; sie hat autorit&amp;auml;res Gebaren (als Ergebnis von Angst und Unsicherheit!) nicht n&amp;ouml;tig, sondern ist dialogf&amp;auml;hig und dialogfreudig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Intoleranz als das inhumane Unverm&amp;ouml;gen, das Du und damit auch der Anderssein des anderen zu bejahen und zu wollen, ist einer autonomen Pers&amp;ouml;nlichkeit fremd, da bei ihr die Akzeptanz f&amp;uuml;r das eigene Sein, die Auspr&amp;auml;gung des Selbstwertgef&amp;uuml;hls also, ausreichend gro&amp;szlig; ist, um mit dem Leben der anderen konstruktiv umgehen zu k&amp;ouml;nnen. Eine solche Pers&amp;ouml;nlichkeit vergibt sich nichts im Zugehen auf andere, sie ist glaubw&amp;uuml;rdig ebenso wie sie in Harmonie, Gelassenheit und Geduld zu kommunizieren imstande ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;quot;Wer Menschen f&amp;uuml;hren will, m&amp;ouml;ge gelernt haben, sich selbst zu f&amp;uuml;hren&amp;quot; (Kirchner) - Selbstf&amp;uuml;hrung jedoch verweist zwingend auf eine Pers&amp;ouml;nlichkeitsstruktur, welcher ethische Kompetenz eigen ist als F&amp;uuml;hrungsqualit&amp;auml;t, die gleicherma&amp;szlig;en den egoistischen Missbrauch der Gef&amp;uuml;hrten nicht kennt wie sie pers&amp;ouml;nliche W&amp;uuml;rde und Wertsch&amp;auml;tzung der anderen garantiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;hren als Menschenf&amp;uuml;hrung darf nicht an der durch Protektion oder Fachkompetenz erreichten Hierarchiestufe festgemacht werden, sondern setzt eine Pers&amp;ouml;nlichkeit voraus, die wesentlich orientiert ist an sittlichen Werten und Normen und deren im Gewissen bindenden Charakter anerkennt. Wir &amp;bdquo;primitivisieren&amp;ldquo; (Gehlen) sehr rasch, wenn solche St&amp;uuml;tzen - &amp;uuml;ber Jahre hinweg in der Pers&amp;ouml;nlichkeit herangewachsen - fehlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztlich muss jeder F&amp;uuml;hrende einsehen, dass er im Grunde nur eine Person zu f&amp;uuml;hren hat, und das ist er selbst. Wenn ihm das gelingt, reift er zu mehr Pers&amp;ouml;nlichkeit heran und wird f&amp;auml;hig, andere f&amp;uuml;hren zu k&amp;ouml;nnen - im Wissen darum, dass die st&amp;auml;rkste Kraft/Macht beim F&amp;uuml;hren die Pers&amp;ouml;nlichkeit des F&amp;uuml;hrenden selber ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr zu &amp;quot;Andere F&amp;uuml;hren hei&amp;szlig;t Pers&amp;ouml;nlichkeit sein&amp;quot; auf meiner Internet-Pr&amp;auml;senz &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 09 Aug 2007 08:33:53 GMT</pubDate>
  <title>Unterwegs in Sachen Ethik, Sinn und Wert</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/802.html</link>
  <description>&lt;p&gt;Seit nunmehr zwanzig Jahren arbeite ich als Referent, Seminarleiter und Dozent f&amp;uuml;r angewandte Philosophie, Pers&amp;ouml;nlichkeitsbildung, F&amp;uuml;hrungsethik und Logotheorie / Existenzanalyse.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist mir ein Anliegen und Bed&amp;uuml;rfnis, den Menschen unter dem Aspekt: &amp;quot;Tanken Sie auf: K&amp;ouml;rper - Seele - Geist&amp;quot; sowohl Denkanst&amp;ouml;&amp;szlig;e f&amp;uuml;r ihre individuelle Entwicklung zu geben als auch Orientierungshilfe anzubieten f&amp;uuml;r ihren pers&amp;ouml;nlichen und beruflichen Alltag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die von mir angebotenen Kolloquien, Kurse und Vortr&amp;auml;ge beinhalten unter anderem folgende Themen:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul class=&quot;normal&quot;&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Ethik und Management&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;F&amp;uuml;hren und Sittlichkeit&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Sinn und Wert&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Macht und Verantwortung&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Angst und Vertrauen&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Sucht und Freiheit&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Leistung und Erfolg&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Daseinsbew&amp;auml;ltigung und gelingendes Leben&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Person und Pers&amp;ouml;nlichkeit&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;normal&quot;&gt;Arzt und Gewissen (Medizinethik)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Bitte informieren Sie sich auf meinen Seiten &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Tue, 07 Aug 2007 21:51:08 GMT</pubDate>
  <title>Älter wird man in jedem Alter</title>
  <link>http://bernhardgrimm.livejournal.com/707.html</link>
  <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ab wann ist man alt? Keiner vermag darauf musterg&amp;uuml;ltig zu antworten. Jedenfalls f&amp;auml;ngt Alter fr&amp;uuml;h an, oder anders gesagt: &amp;Auml;lter wird man in jedem Alter!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Des Menschen Zukunft beginnt just in dem Augenblick, in dem er sich von der Gegenwart verabschiedet, in dem die Gegenwart also zu Vergangenheit wird. So gesehen ist Abschied (= Loslassen!) das Allerallt&amp;auml;glichste (wenngleich auch das Allerschmerzhafteste): Ohne Abschied ist &amp;uuml;berhaupt kein Leben m&amp;ouml;glich - Leben ist ein einziges Abschiednehmen, aber Leben ist auch grunds&amp;auml;tzlich Alterung. Das hei&amp;szlig;t: &lt;i&gt;Leben und &amp;Auml;lterwerden sind eigentlich identisch, Leben und Altwerden geh&amp;ouml;ren zusammen&lt;/i&gt;: Unsere Uhr beginnt vom ersten Lebenstag an abzulaufen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man kann zum Altwerden stehen wie man will, keiner vermag ernsthaft anzuzweifeln, dass Altwerden nun mal die einzige M&amp;ouml;glichkeit ist, lange zu leben! Freilich gilt hier zu bedenken, dass es nicht darauf ankommt, wie alt man wird, sondern &lt;i&gt;&lt;b&gt;wie&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; man alt wird. Mit anderen Worten: Wichtig ist nicht (unbedingt), immer noch mehr Jahre zum Leben hinzuzuf&amp;uuml;gen, sondern mehr Leben zu den Jahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einer Zeit der &amp;Uuml;berbewertung des Jungseins und der fast ausschlie&amp;szlig;lichen jugendlich-dynamischen Leistungs- und Erfolgsorientiertheit wird am Verh&amp;auml;ltnis zum &amp;auml;lteren Menschen deutlich, wie eine Gesellschaft es mit der W&amp;uuml;rde des Menschen h&amp;auml;lt. Menschenw&amp;uuml;rde h&amp;auml;ngt mit dem unverlierbaren Personsein des Menschen zusammen und sie kommt daher einem jedem zu, dem S&amp;auml;ugling ebenso wie dem Opa, nicht weniger dem Debilen oder k&amp;ouml;rperlich Behinderten wie dem kraftstrotzenden Athleten. Es darf daher nie toleriert werden, dass f&amp;uuml;r viele Menschen &amp;quot;Altsein&amp;quot; gleichbedeutend ist mit &amp;quot;weniger-wert-sein&amp;quot;, mit &amp;quot;unn&amp;uuml;tz-sein&amp;quot; und &amp;quot;nicht-mehr-gebraucht-werden&amp;quot;. Es ist gnadenlos entsetzlich, wenn der Mensch &amp;uuml;ber seinen &amp;quot;Gebrauchswert&amp;quot; (wie bei Sachen und Gegenst&amp;auml;nden!) definiert wird!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zeit ist kein ewiger Besitz, und Zeit als Lebenszeit vermehrt sich nicht, sondern wird wie der Sand in der Sanduhr immer weniger. Die Grenze der Zeit zu Ende zu denken, hei&amp;szlig;t, auch den Tod als letzte Grenzerfahrung in Betracht zu ziehen. Davor haben die Menschen Angst, und gerade die Angst vor dem Tod wird es wohl sein, die f&amp;uuml;r viele Menschen den Gedanken an die Konkretion ihres Alters verdr&amp;auml;ngen l&amp;auml;sst. Altwerden ist nichts f&amp;uuml;r Feiglinge, oder mit Pasternak gesprochen: &amp;quot;Das Leben zu Ende zu leben, ist kein Kinderspiel&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein&amp;nbsp;Buch richtet sich an Jung und Alt, insbesondere an die, welche sich gegen das &amp;Auml;lterwerden und Altsein wehren, aber doch stets danach gieren, lange zu leben. Nur wer jung stirbt, altert nicht. Altwerden ist die einzige M&amp;ouml;glichkeit, lange zu leben. Und: Altsein ist kein Makel, keine unheilbare Krankheit, sondern biologische Notwendigkeit und Sch&amp;ouml;pfungsordnung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr zu &amp;quot;&amp;Auml;lter wird man in jedem Alter&amp;quot; auf meiner Internet-Pr&amp;auml;senz &lt;a href=&quot;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&quot;&gt;http://www.dr-bernhard-grimm.de/&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; letter-spacing: 0.3pt;&quot;&gt;###&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Presse: Online-Redaktion, Winfried Brumma, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wbrnet.info/presse.html&quot;&gt;&lt;font color=&quot;#2d3679&quot;&gt;http://www.wbrnet.info/presse.html&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;###&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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